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Florian Mayer gewinnt die 24. GERRY WEBER OPEN

6:2, 5:7, 6:3 im Finale gegen Alexander Zverev
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Schaffte die Sensation: Florian Mayer hat die 24. GERRY WEBER OPEN gewonnen. Foto: GERRY WEBER OPEN / KET

Diesmal hat ein alter Löwe den jungen noch vom Sprung auf den Thron abgehalten. Florian Mayer, 32 Jahre alt und seit 2001 Profi, hat sich im Finale der 24. GERRY WEBER OPEN mit 6:2, 5:7, 6:3 gegen den 19-jährigen Alexander Zverev durchgesetzt. Mit Weltranglistenposition 192 hat Mayer einen neuen Rekord als Turniersieger in Halle aufgestellt. So weit hinten stand kein Sieger vor ihm. Doch was sagen Ranglistenplätze aus, wenn da einer kommt, der zweimal im Viertelfinale vom Wimbledon stand (2004 und 2012) und wenn  auf der anderen Seite ein junger Mann den Druck verspürt, dass alle von ihm eine große Karriere erwarten, er aber noch nie  in einem Finale war.

Mayer hatte mit teils überragenden Aufschlägen im Turnierverlauf überzeugt. Doch schon im dritten Spiel sah er sich dem ersten Breakball gegenüber. Aber der Bayreuther ließ sich selbst von einer Fußfehlerentscheidung bei erstem Service nicht beirren und wehrte den Breakball ab. Zverev ärgerte sich und schob Frust.  Früh flog der Schläger des 19-jährigen Stars der Zukunft. Es kostete ihn offenbar die Konzentration, denn im sechsten Spiel gelang ihm nichts mehr und der 32-jährige Routinier auf der anderen Seite holte sich Zverevs Service zu Null. Nach nur 20 Minuten nahm der Turnieraußenseiter dem Federer-Bezwinger erneut das Service ab - zur Verblüffung des Publikums stand es 6:2. Mayers variables Spiel mit Unterschnitt, Tempowechseln und fast überfallartigen Netzattacken stellte den Gegner vor unlösbare Aufgaben.

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Verzweifelte an Mayers Stoppbällen: Alexander Zverev unterlag in seinem ersten Finale auf der ATP Tour knapp. Foto: GERRY WEBER OPEN / KET

Doch Alexander Zverev zeichnet sich bei den 24. GERRY WEBER OPEN in dieser Woche vor allem durch eines aus: er kann sich steigern in einem Match, kann seine Strategie dem Gegner anpassen. Und auch im Finale riss sich der 1,98-Meter-Schlaks aus Hamburg zusammen. Sofort nahm er Mayer den Aufschlag im zweiten Satz ab, spielte sich mehr und mehr in die Ballwechsel. Aus dem Frust des ersten Satzes zog er positive Energie - vorübergehend. Denn schon bald verlor er wieder die Geduld in den schier endlosen Ballwechseln gegen Mayers Slice. Ein Doppelfehler von Zverev brachte dem zweifachen Wimbledon-Viertelfinalisten schließlich das 3:3. Das Match war nun enger, der junge Hamburger aber nie mit seiner Leistung zufrieden, er schimpfte, warf den Schläger, schaute hilfesuchend in seine Box zu Vater und Bruder. Bei 4:5 hatte Mayer zwei Matchbälle. Zverev servierte eiskalt ein Ass beim ersten. Dann segelte ein Vorhand des Gegners ins Aus. Noch ein Ass, das erst per Challenge eines wurde, und wenig später stand es 5:5. Der junge Löwe ballte die Faust. Jetzt biss er zu, knackte Mayers Service erneut zum 6:5 und glich nach Sätzen aus.

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Die Finalisten vor dem Match: Florian Mayer (l.) und Alexander Zverev. Foto: GERRY WEBER OPEN / KET

Der dritte Durchgang war geprägt von Mayers unaufhörlichen Vorhandstopps ("Die waren gar nicht so toll heute", wie er sagte). Wieder und wieder kam Zverev dennoch zu spät. Eine Zeit lang ging es dennoch gut, doch im sechsten Spiel verlor er völlig den Faden. Zu Null nahm ihm der Mann mit dem gefühlvollen Arm den Aufschlag ab. Dann legte Mayer selbst ein Aufschlagspiel zu Null vor. Noch immer gab Zverev nicht auf, hatte selbst noch einmal Breakball und wehrte bei 3:5 zwei weitere Matchbälle überragend ab. Dem fünften Matchball aber hatte er nichts mehr entgegen zu setzen. Nach 1:55 Stunden ließ sich Sieger Florian Mayer auf den Rasen sinken. "Das ist der größte Sieg meines Lebens. Ein 500er-Turnier in Deutschland und bei all den großen Champions, die es vorher hier gab - ich kann es gar nicht glauben", so der Sensationssieger.

Für ihn war es der zweite Turniersieg seiner Karriere überhaupt. Den ersten hatte er 2011 in Bukarest gefeiert. Er katapultiert sich in der Weltrangliste damit etwa auf Rang 80 vor. "Dieses Turnier verändert alles, jetzt habe ich auch wieder die Chance, direkt in die Hauptfelder zu kommen." Alexander Zverev schiebt sich als 28. erstmals  in die Top 30. Und seine Stunde wird bei den GERRY WEBER OPEN noch kommen. Ganz bestimmt. Das sah auch der Sieger so: "Alex, du bist erst 19, du wirst solche Momente wie ich gerade noch oft erleben", sagte Mayer und dankte dem Publikum, "das mich durchs Turnier getragen hat". Der junge Verlierer zeigte, dass er jetzt schon weiß, was sich gehört: "Florian hat heute verdient gewonnen, ich gratuliere ihm zu seinem größten Turniersieg." Er selbst habe einfach schlecht gespielt, vor allem verglichen mit dem Sieg gegen Federer am Tag zuvor.

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17.06. - 25.06.2017

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