26th GERRY WEBER OPEN 2017 June 18–24

Tickets +49 5201 8180 Mon – Fri. 9am – 5pm and Sat. 9am – 1pm.

Interview with Roger Federer

Congratulations. That was a quick win, 53 minutes. So, talk about the match. Were you expecting it to be in such fashion? Were you expecting it to be in this way?
No, I expected it to be difficult. You know, watching yesterday, the way he was playing Gasquet, I was wondering what if he won, what if Gasquet won and when he won I thought it was going to be difficult because he played me here really really well last year. He played me well at the Hopman Cup. It's been difficult for me against him the last couple of times. But this morning all of a sudden I got a good feeling about this when I spoke tactics with Ivan and I felt I wanted to play on my terms and not be too passive like I was maybe against Khachanov at times. But then again that doesn’t buy you much, you know, I still had to get off to a good start in the beginning. I did. And from then on I was able to really start cruising well and fast in the match which is great and I never let down. So, it was great.
You are celebrating your ninth win now and Sascha is still working on the court. Do you think it’s still good that he is playing both doubles and singles because he is playing more and more matches more and more closer sets?
I mean look it’s good to be match tough, you know. Back in the days, I did the same. At his age, I used to play doubles at Wimbledon even and doubles at the US Open. So, that was normal for us to do that. Back in the days, you even played as a number one player in the world singles, doubles and mixed and sometimes played ten sets a day. So, it’s just that we have gotten accustomed that better ranked players don’t play so much doubles anymore and if they do it’s a mistake. I think it’s wrong. I think it’s great what he’s doing. He’s working on his game. He can spend some time with his brother. This also goes down for him personally and also Mischa and his parents down as a very important phase of their career and at the same time he’s learning, he’s getting tougher and of course there is moments when he shouldn’t play, you know. But here he was always going to stay till the end and he’s still having a great tournament regardless of how it's going to go in the doubles. What he did yesterday to win the match after winning the singles already was great effort. So, I admire that.
Taking this win, going forward into Wimbledon, has your expectation changed? What are your expectations?
I will take couple of days off and then start practicing there again, see how conditions are over there really, wait for the draw to come out, see what day I’m playing and then take it day by day really. That’s pretty simple.
[Translate to Englisch:] Ein schöner Nebeneffekt ist auch, dass Sie durch den Turniersieg hier in Halle in Wimbledon an vier gesetzt sein werden. War das auch ein Plan, der so ein bisschen mitschwang diese Woche, dass Sie die Setzliste noch verbessern können?
[Translate to Englisch:] Nicht unbedingt und ich glaube nicht, dass es irgendwie etwas ausmacht für wie ich in Wimbledon erfolgreich sein werde, ob ich jetzt vier oder fünf gesetzt gewesen wäre. Es hätte beides Vorteile und Nachteile gehabt ganz ehrlich, weil wenn du das Turnier gewinnen willst, musst du eh die besten schlagen. Man könnte meinen, ja okay, dann muss ich vielleicht einen riesen Brocken weniger schlagen, aber das macht mir auch nichts aus. Dann muss ich genug Selbstvertrauen haben, dass das auch machbar gewesen wäre. Und ich habe es nicht mal gewusst, dass ich überhaupt vier werden konnte bis einen Tag davor, am Tag vom Spiel gegen Mayer vielleicht oder gegen Zverev war es glaube ich, Mischa? Keine Ahnung. Ist ja auch egal. Also mir war das eigentlich nicht wichtig und das war mir jetzt gar nicht bewusst.
[Translate to Englisch:] Die Person, von der man am wenigsten mitbekommt, wie viel hat Ivan in Ihrem Spiel in diesem Jahr oder seitdem Sie mit ihm zusammenarbeiten eigentlich geändert oder ausgeholfen oder was hat er dazu beigetragen, weil es läuft ja hervorragend und ich denke, Ivan wird ein großer Teil davon sein?
[Translate to Englisch:] Ja, klar, jeder muss seinen Platz haben, wo er sich entfalten kann. Das ist bei Ivan nicht anders. Es war natürlich ein harter Start für uns alle, nachdem ich mich schon nach einem Monat verletzt habe letztes Jahr. Da war ich dann in der Reha, dann ging es mir besser, aber nicht gut genug, um wirklich Taktik reden zu können. Das war mehr so auf mentaler Ebene einfach, dass er mir gesagt hat, ich bin ready. Ja, ich kann mit Entscheidungen dir helfen, aber zum Schluss musst du mir auch sagen, wie es deinem Knie geht. Und dann haben wir natürlich auch viel in der Gruppe geredet und ich glaube, das hat uns natürlich noch mehr zusammengeschweißt für uns alle. Das war von dem her noch schön im letzten Jahr. Und jetzt in diesem Jahr oder von Ende letzten Jahres können wir natürlich viel mehr, wenn wir trainiert haben, konnten wir gewisse Sachen trainieren, ob das jetzt irgendwas mit der Vorhand war oder auf der Rückhand. Das haben wir dann natürlich im Team besprochen. Mir gefällt seine Art, wie er ist, während der Spiele, auf dem Platz, im Training, auch außerhalb ist er ein guter Freund von mir und hat natürlich auch seinen Beitrag geleistet. Darum habe ich ihm und der Mannschaft heute auch wieder gedankt nach dem Match.
[Translate to Englisch:] Ich habe eine Frage bezüglich Ihrer Karriere. Sie haben ja 18 Grand Slam Turniere gewonnen und war das erste, das letzte oder vielleicht sogar das in Paris das emotionalste Turnier, das Sie gewonnen haben?
[Translate to Englisch:] Ich würde wahrscheinlich meinen ersten Wimbledon-Sieg, Paris und vielleicht jetzt Australien, diese drei sind für mich wahrscheinlich schon sehr sehr weit oben. Ganz speziell war auch mein zweiter US Open-Sieg irgendwo, wo ich meinen Titel verteidigen musste dort und konnte dann Agassi schlagen im Finale mit dem Publikum, das sehr stark hinter Andre stand natürlich, weil alle haben gedacht, dass wenn er gewinnt vielleicht er seine Karriere beenden würde. Also ich bin froh, dass ich das an allen Grand Slams sozusagen erleben durfte. Ich hatte sonst emotionale Momente wegen ganz verschiedenen anderen Sachen, Freunde, die verstoben sind oder der Moment, wo vielleicht ein Sieg wiederkam unerwartet oder bei mir zu Hause in Basel. Also ich habe sehr viel sehr Schönes erleben dürfen in meiner Karriere. Das ist schon so.
[Translate to Englisch:] Wenn wir den Bogen so weit spannen, was würde Ihnen der Rekordsieg, der achte Wimbledon-Sieg für Sie bedeuten?
[Translate to Englisch:] Mir würde einfach ein Wimbledon-Sieg nochmal Vieles bedeuten, dass ich das nochmal erleben dürfte, das wäre sehr sehr schön natürlich nochmals für meine Familie, mein Team, meine Fans, mein Land, keine Ahnung. Das würde für mich alles herausstehen über eigentlich dem Rekord selber. Ein schöner Nebeneffekt würde ich mal meinen, aber sonst eigentlich mehr für Leute als für die Geschichtsbücher.
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