27. GERRY WEBER OPEN  15. – 23. Juni 2019

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Federer in Runde eins gegen Lokalmatador Jan-Lennard Struff

Toptalent Alexander Zverev erwischt zum Auftakt den starken Serben Viktor Troicki

Roger Federers Titelverteidigung beginnt auch 2016 wieder gegen einen deutschen Rivalen - und zwar gegen einen echten Lokalmatador: Bei der Auslosung zu den 24. GERRY WEBER OPEN wurde dem achtmaligen Champion der Warsteiner Jan-Lennard Struff zugelost. Im vorigen Jahr hatte Federer seinen Pokallauf gegen Philipp Kohlschreiber begonnen, damals hatte der 34-Jährige in der Auftaktrunde zwei Matchbälle seines deutschen Freundes abwehren müssen. Struff (26), einer der Leistungsträger beim Bundesligisten TC Blau-Weiss Halle, hatte von Turnierdirektor Ralf Weber eine Wild Card erhalten, als Anerkennung für seine zuletzt angestiegene Form. „Das ist ein höchst interessantes Spiel für Jan-Lennard. Ich bin gespannt, wie sehr er Roger fordern kann“, sagte der Turnierchef nach dem Lotteriespiel im VIP-Bereich der GERRY WEBER OPEN. Struff wird derzeit auf Position 89 der Weltrangliste der ATP geführt.

Als Erstrunden-Kracher kann getrost das Duell zwischen Belgiens Wirbelwind David Goffin (ATP 11) und Nachwuchsstar Borna Coric (Kroatien/ATP 48) gelten. „Dieses Spiel steht symbolisch für den Mix in unserem Teilnehmerfeld“, sagte Weber, „zwischen schon etablierten Spielern und den Herausforderern aus der nächsten Generation.“ Deutschlands Nummer eins, Philipp Kohlschreiber (ATP 26), vermied dank seines achten Platzes in der Setzliste eine ähnlich gigantische Auftakthürde wie 2015, er trifft nun in Runde eins auf den Spanier Marcel Granollers (ATP 45).

Die große DTB-Nachwuchshoffnung Alexander Zverev (ATP 38) spielt in seiner Startpartie gegen den starken Serben Viktor Troicki (ATP 21), der sich zuletzt bei den French Open bis ins Achtelfinale vorgekämpft hatte. „Ein harter Brocken, für Sascha“, sagte Turnierdirektor Weber, „aber ich traue ihm einen Sieg zu.“ Und die weiteren deutschen Spieler? „Rasta-Man“ und Publikumsliebling Dustin Brown misst im Auftaktduell seine Kräfte mit dem Spanier Albert Ramos-Vinolas (ATP 32), während Comebacker Florian Mayer (ATP Protected ranking: 34) auf den US-Amerikaner Brian Baker (ATP Protected ranking 56) trifft. Auch er nimmt - wie Mayer - am Turnier nach langer Verletzungspause dank einer besonderen Schutzregelung der ATP teil.

Japans Supermann Kei Nishikori, Nummer zwei der Setzliste und Nummer sechs der ATP-Weltrangliste, bekommt es in der ersten Runde mit dem französischen Nachwuchsmann Lucas Pouille (ATP 29) zu tun. Österreichs Shooting-Star Dominic Thiem (ATP 7) spielt zunächst gegen den Portugiesen Joao Sousa (ATP 30), während GERRY WEBER OPEN-Debütant David Ferrer (Spanien/ATP 14) auf Vorjahresfinalist Andreas Seppi (Italien/ATP 40) trifft. US-Talent Taylor Fritz (ATP 65) wartet noch auf den Namen seines ersten Gegners, er spielt gegen einen Qualifikanten.

Für den Weltranglisten-Achten Tomas Berdych (Tschechien) geht es zum Start gegen den Zyprer Marcos Baghdatis (ATP 41). „Wir werden schon in der ersten Runde eine Menge außergewöhnlicher Duelle erleben. Die Leistungsdichte ist insgesamt so groß wie noch nie“, sagte Turnierdirektor Weber, „dass wir fünf Spieler aus den ersten Elf der Rangliste dabei haben, ist sensationell.“

Turnierdirektor Ralf Weber (l.) und Vorjahresfinalist Andreas Seppi zogen spannende Erstrundenpartien. FOTO: GERRY WEBER OPEN