26. GERRY WEBER OPEN vom 18. – 24. Juni 2018

Ticket Center 05201 8180 Mo. bis Fr. 10–17 und Sa. 10–13 Uhr

Mit Arbeitssieg ins Finale

Roger Federer gewinnt enges Duell gegen Karen Khachanov

Nach einer Stunde und 25 Minuten konnte Roger Federer jubeln, 6:4, 7:6(5) stand auf der Anzeigetafel. Damit ist er zum 11. Mal im Finale der GERRY WEBER OPEN. Achtmal hat er den Titel des Rasenturniers schon gewonnen, nun soll der neunte folgen. Dabei war sein Gegner, der Jungstar aus Russland, ein harter Brocken auf dem Weg ins Endspiel. Karen Khachanov vergab sogar zwei Satzbälle im zweiten Durchgang. "Ich war viel in der Defensive, dashalb bin ich jetzt auch müde", sagte ein dennoch sichtlich zufriedener Federer nach dem Match.

Dabei sah es zu Beginn nach einem entspannten Nachmittag für den Haller-Rekordsieger aus. Gleich im ersten Spiel nutze er seinen zweiten Breakball. Der junge Russe ließ sich davon aber nicht beeindrucken, er nahm Federer gleich das Aufschlagspiel ab, erst das zweite Break des Turniers, das der Schweizer einstecken musste. Der Maestro holte jedoch postwendend das erneute Break zur 2:1-Führung. Anschließend brachten beide Spieler ihre Aufschlagspiele sovären durch. Besonders der "Next-Gen"-Star aus Russland peitschte seinen Service regelmäßig dicht an die Aufschlaglinie. Nach 33 Minuten spielte Federer seine Erfahrung aus, wehrte einen Breakball ab und nutze seine zweite Chance zum Satzgewinn. 

Khachanov, der sein erstes Halbfinale in einem 500er Turnier spielte, konnte den schweizer Tennisstar sogar ab und an in die Defensive zwängen. Mit harten, gut platzierten Schlägen an die Grundlinie des Schweizers überzeugte er vor allem bei eigenem Aufschlagspiel. Federer versuchte immer wieder das Tempo aus den Ballwechseln zu nehmen. Dabei war der 35-Jährige deutlich variabler als sein Gegenüber. "Ich kannte meinen Gegner vorher nicht und wusste nicht, wann er wohin schlägt", sagte Federer anschließend. In einem Geduldsspiel profitierte der Weltranglistefünfte von Fehlern des Russen und breakte zum 5:4. Doch Khachanov stellte sich als zäher Gegner heraus: Ihm gelang erneut ein Break, wehrte einen Breakball von Federer ab und landete drei Asse in Folge. Sogar zwei Satzbälle hatte der Nachwuchsstar, brachte sie aber jeweils nicht durch. Nach 77 Minuten und einem 6:6 nach Spielen musste der zweite Durchgang im Tiebreak entschieden werden. Hier war der achtfache Halle-Champion entschlossener und konzentrierter: Matchball für Federer, Fehler Khachanov und Sieg für den Schweizer.

Im Finale trifft der schweizer Publikumsliebling entweder auf den Deutschen Alexander Zverev oder auf Richard Gasquet aus Frankreich.

Grund zu jubeln: Roger Federer erreicht zum 11. Mal das Finale der GERRY WEBER OPEN. FOTO: GERRY WEBER OPEN_KET