27. GERRY WEBER OPEN  15. – 23. Juni 2019

GERRY WEBER TICKET CENTER 05201 81 80 Mo. bis Fr. 9–18 und Sa. 9–13 Uhr

Roger startet optimistisch am Mittwoch

Auch Thiem und Kohli beginnen einen Tag später

Roger Federer blickt mit Optimismus auf sein 14. Gastspiel bei den GERRY WEBER OPEN voraus: „Ich fühle mich gut gerüstet für das Turnier. Und ich hoffe, dass ich mich in eine richtig starke Form hineinspielen kann“, sagte Federer bei einer Pressekonferenz in HalleWestfalen, „ich würde natürlich sehr gerne meinen Titel verteidigen hier. Aber das wird eine sehr schwere Herausforderung.“ Der Rekordchampion von Deutschlands bedeutendstem Tennisturnier - er gewann bisher acht Mal - war gegen 14 Uhr am Schauplatz des ATP 500-Events eingetroffen und von Turnierdirektor Ralf Weber mit einem Blumenstrauß begrüßt worden. „Wir sind alle glücklich, dass Roger wieder bei uns ist. Er ist schließlich die Persönlichkeit, die dieses Turnier am meisten geprägt hat“, sagte Weber. Gemeinsam mit Federer waren auch Trainer Severin Lüthi und Manager Tony Godsick nach HalleWestfalen gekommen.

Für Roger Federer sind die GERRY WEBER OPEN eine Premiere in einer schwierigen Saison, in einem durch Verletzungspech bisher überschatteten Jahr: „Es ist tatsächlich so, dass ich hier zum ersten Mal in 2016 bei zwei Turnieren in zwei Wochen hintereinander antreten kann“, sagte der 34-jährige Schweizer, „ich bin aber zuversichtlich, dass ich das körperlich gut meistere. Ich gehe mit einem positiven Grundgefühl auf den Platz, werde mich gegen den Rest des Feldes durchkämpfen. Es ist aber wirklich unglaublich, wie wenig Turniertennis ich in diesem Jahr gespielt habe, so wenig wie nie zuvor in meiner Laufbahn.“ Federer hatte nach längerer Auszeit und dem Verzicht auf die French Open zuletzt beim Stuttgarter ATP-Turnier das Halbfinale erreicht und das Comeback als „gelungen“ empfunden: „Ich hatte einige harte Matches, die mir neue Informationen gegeben habe, wo ich stehe. Und was ich noch verbessern muss. Aber die Situation ist so: Ich bewege mich weg von den Problemen. Für Halle sehe ich mich in einer deutlich besseren Situation als noch zuvor.“
 Roger Federer sprach Turnierdirektor Ralf Weber und dem gesamten GERRY WEBER OPEN-Team ein Kompliment für die Entwicklung der letzten Jahre aus: „Es ist immer wieder sinnvoll in die Infrastruktur investiert worden, in den Service für uns Spieler auch. Deshalb haben sich alle gefreut, als Halle in die 500er-Turnierserie aufgenommen wurde“, sagte Federer, „wenn ich über die Turnieranlage gehe, dann sehe ich den Riesenschritt nach vorne.“ Zu seinem Erstrunden-Gegner Jan-Lennard Struff sagte Federer: „Er hat sich zuletzt offenbar wieder gut gesteigert. Kommt mit Selbstvertrauen ins Turnier“, so Federer, „ich habe noch nie gegen ihn gespielt, da ist auch ein Stück Ungewissheit mit im Spiel.“ Für ihn selbst gelte: „Ich muss den Schwung der letzten Woche mitnehmen. Aggressiv sein. Selbst die Entscheidung forcieren.“

Der achtmalige GERRY WEBER OPEN-Champion wird genauso wie Stuttgart-Sieger Dominic Thiem, Stuttgart-Finalist Philipp Kohlschreiber und Paolo Lorenzi am Mittwoch (15. Juni) in das ATP 500er-Turnier starten. Wegen der schlechten Wetterbedingungen in Stuttgart hatten Thiem und Kohlschreiber dort ihr Endspiel erst am Montagmorgen zu Ende spielen können. Sie treffen auch erst am Montagabend in HalleWestfalen ein. Bei Federer nahm die Turnierdirektion Rücksicht auf die körperliche Verfassung des 34-jährigen Superstars, der in diesem Jahr wiederholt unter Verletzungen litt. „Wir wollen Roger eine etwas längere Erholungs- und Regenerationsphase geben, damit er mit voller Kraft seine Titelverteidigung angehen kann“, sagte Turnierdirektor Ralf Weber. Die ATP-Regeln sehen in Sonderfällen wie etwa auch der Wetterlage in Stuttgart eine Ausdehnung der Erstrundenspiele über den Montag und Dienstag hinaus vor.

Achtfacher Sieger: Roger Federer mit Turnierdirektor Ralf Weber. FOTO: GERRY WEBER OPEN