26. GERRY WEBER OPEN vom 16. – 24. Juni 2018

GERRY WEBER TICKET CENTER 05201 81 80 Mo. bis Fr. 10–17 und Sa. 10–13 Uhr

schauinsland-reisen Champions Trophy: Teilnahme von Tennisstar Michael Stich - Letzter Auftritt im GERRY WEBER STADION

Tennisstar Michael Stich auf Abschiedstournee • Letzter Auftritt in HalleWestfalen

„Das Turnier wird einen besonderen Platz in meinem Herzen haben“, so der 49-Jährige

Mixed-Showmatch (Samstag, 16. Juni) : Michael Stich/Laura Siegemund vs. Tommy Haas/Julia Görges

 

Als Michael Stich beim letzten deutschen Tennisturnier in seiner aktiven Profizeit den Siegerpokal in die Höhe hielt, geschah dies auf dem Centre Court des GERRY WEBER STADION in HalleWestfalen - am 19. Juni 1994 gegen den Schweden Magnus Larsson. Ziemlich genau drei Jahre später, am 15. Juni 1997, holte sich der heute 49-jährige Elmshorner den letzten Titel seiner Karriere bei der fünften Auflage der GERRY WEBER OPEN. Und zwar im Doppel mit Karsten Braasch gegen die Südafrikaner David Adams und Marius Barnard. So ist es nicht verwunderlich, dass Stich verkündet: „Dieses Turnier in Halle hat einen besonderen Platz in meiner Karriere, und wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.“
Wenn in diesem Jahr vom 16. bis 24. Juni 2018 die besten Tennisspieler auch bei den 26. GERRY WEBER OPEN wieder Station machen in Ostwestfalen, wird Michael Stich seinen finalen Auftritt auf dem Centre Court-Rasen des GERRY WEBER STADION haben. Zwar schlägt der Wimbledon-Champion von 1991 nicht mehr bei den aktiven Profis auf, möchte aber bei seiner selbsterklärten Abschiedstournee unbedingt noch einmal die Fans bei der „schauinsland-reisen Champions Trophy“ begeistern, teilte Stich bei einem Mediengespräch in Hamburg mit. „Es ist Zeit für mich, die öffentlichen Auftritte zu beenden. Irgendwann muss ja mal Schluss sein“, sagt Stich über seine Tennis-Karriere. „Es wird mir ein großes Vergnügen sein, ein letztes Gastspiel in Halle zu geben.“
Bei diesem Schaumatch am 16. Juni (Samstag, ab 17 Uhr), also am Wochenende vor dem Start des Hauptfeldes beim bedeutendsten deutschen ATP-Tennisevent, spielt Michael Stich gemeinsam mit der 29-jährigen Laura Siegemund (WTA-Ranking 69) gegen die gleichaltrige Julia Görges (WTA 10) und Tommy Haas. „Ich bin gespannt, was der Rentner Haas noch so drauf hat“, meint Stich lachend und ergänzt kämpferisch: „Laura und ich werden alles geben, um ihn und Julia ordentlich zu ärgern.“
Stich, ehemals die Nummer zwei der ATP-Weltrangliste und neben Boris Becker sowie Stefanie Graf ein Protagonist der ruhmreichen deutschen Tenniszeiten, ist in diesem Jahr auch in die „Hall of Fame“, die Ruhmeshalle seines Sports im US-amerikanischen Newport, aufgenommen worden. „Es war natürlich eine tolle Nachricht für mich, eine große Ehre“, sagt Stich dazu, denn „nach diesem Jahr hätte es ja auch keine Möglichkeiten mehr zur Aufnahme gegeben“. Die nächsten Monate würden „sehr emotional“ für ihn, so Stich, „der Abschied von den Fans, dann die Ehrung. Das sind schon außergewöhnliche Momente, die da auf mich zukommen.“
Michael Stich, der auch als Teamchef für die deutsche Davis Cup-Auswahl wirkte und gegenwärtig Turnierdirektor am Hamburger Rothenbaum ist, nannte den Zustand des deutschen Tennis „im Moment doch vielversprechend“: „Mit Angelique Kerber, Julia Görges und Alexander Zverev haben wir drei Top Ten-Spieler aus Deutschland. Dazu gibt es auch Spieler im Nachwuchsbereich, die Hoffnung machen, etwa Rudi Molleker.“ Allerdings glaube er nicht an einen vergleichbaren Boom wie Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre: „So etwas kann man nicht wiederholen. Das war in jeder Beziehung einmalig.“
Zur aktuellen Siegesserie von Roger Federer sagt Michael Stich: „Roger hat diese natürliche Begabung für diesen Sport. Er hat auch den unschätzbaren Vorteil, dass er weniger Aufwand betreiben muss, um große Erfolge zu erzielen. Ihm fällt es leichter als den wesentlichen Mitkonkurrenten. Auch deshalb, wegen dieser nicht so großen Abnutzungserscheinungen, kann er in diesem Alter noch so erfolgreich sein.“ Stich kritisierte aber auch, dass viele Rivalen „nicht mit genügend Risiko und Courage gegen Roger“ auftreten: „Ich wünsche mir da oft mehr Selbstbewusstsein bei seinen Gegnern. Sie sollten sich mehr zutrauen.“
Zudem kritisierte Stich eine „gewisse Gleichmacherei“ bei den Bodenbelägen, so seien an Schauplätzen wie Wimbledon die Bedingungen für Rasenspezialisten nicht mehr so ideal wie früher: „Bei der Verlangsamung hat man es wohl etwas übertrieben. Ich habe fast den Eindruck, dass überall ein sehr ähnliches Tennis gespielt wird. Es fehlt die Abwechslung.“ Stich beklagte ebenso, dass innerhalb der Matches nicht mehr ausreichend auf Angriff gesetzt wird: „Das Serve-and-Volley-Tennis ist praktisch verschwunden. Wer es heute noch spielt, ist eher ein Exot.“
Nach seiner aktiven Profikarriere ist Michael Stich ein regelmäßiger Gast und Beobachter des Tennis-Geschehens auch in HalleWestfalen - beim ersten deutschen Tennisturnier auf Rasen, das seine Premiere im Jahr 1993 feierte. Noch heute staunt er über die Aufbauleistung, die Pioniertat der Familie Weber. „Das ist eine der beeindruckendsten Leistungen, die im Tennis der letzten Jahrzehnte geschaffen wurde. Ich habe immer optimale Bedingungen bei diesem Turnier vorgefunden“, sagt der 49-Jährige. „Es sind in Halle immer die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt getroffen worden.“

Die Preise der Eintrittskarten für die „schauinsland-reisen Champions Trophy“ sind im Internetportal der GERRY WEBER OPEN nachzulesen. Der Erwerb von Eintrittskarten ist sowohl unter der Tickethotline (05201) 81 80 als auch im Internet unter www.gerryweber-open.de und bei allen CTS-Vorverkaufsstellen möglich. Das GERRY WEBER TICKET CENTER ist via Email unter karten@gerryweber-world.de zu erreichen und hat die Anschrift: Weidenstraße 2 (direkt an der B68 Richtung Osnabrück/Bielefeld gelegen) in 33790 HalleWestfalen.

Der Wimbledonsieger von 1991 prägte die beste Zeit im deutschen Tennis und ist heute noch einer der Publikumslieblinge auch bei den GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen. Der 49-jährige Michael Stich wird bei der „schauinsland-reisen Champions Trophy“ am 16. Juni 2018 zum letzten Mal in HalleWestfalen aufschlagen und sicherlich wieder die Autogrammwünsche seiner Fans erfüllen. © GERRY WEBER OPEN