27. GERRY WEBER OPEN  15. – 23. Juni 2019

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Tomas Berdych scheitert überraschend früh

Der GERRY WEBER OPEN-Sieger von 2007 unterliegt Marcos Baghdatis

Nein, das war nicht der Tag des Tomas Berdych. Eigentlich als Mitfavorit auf den Titel bei den 24. GERRY WEBER OPEN gehandelt, fand der 30-jährige Tscheche beim 6:7(3), 6:7(4) nie zu seiner Form. Sein Erstrunden-Spiel gegen Marcos Baghdatis ließ ihn zeitweilig verzweifeln angesichts der extrem hohen Fehlerquote. Dabei ist doch das Spiel des Wimbledonfinalisten von 2010 so sehr auf Präzision ausgerichtet.

Gegen Baghdatis, ebenfalls 30 Jahre alt und 2006 im Finale von Melbourne, reichte die unkonzentrierte Vorstellung des Weltranglisten-Achten nicht. Zwar kämpfte Berdych verbissen, machte das frühe Break des Zyprers gleich wieder wett, doch im Tie-Break war es dann im ersten Satz schnell um ihn geschehen. Ähnlich zerfahren verlief der zweite Satz. Und immer wieder diese unerklärlichen Fehler von der Grundlinie bei Berdych. Selbst die Netzkante schien gegen ihn zu sein. Ball über Ball blieb daran hängen. Immerhin, bei 5:5 hatte er zwei Breakbälle. Er vergab sie.

Wieder Tie-Break. Hier gewann zwar der 1,96-Meter-Hüne den spektakulärsten Ballwechsel mit Stop und Gegenstop, doch bei 2:6 sah er sich nach erneuten Fehlern vier Matchbällen gegenüber. Zwei wehrte er ab, dann war Feierabend. Ein verschlagener Volley des Tschechen hievte Baghdatis ins Achtelfinale. "Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg", sagte der Zyprer. "Ich habe zuletzt kaum ein Spiel gewonnen, da tut mir dieser Erfolg richtig gut." Für Baghdatis zahlten sich seine vielen Tempowechsel aus, mit denen er Berdych, der es von der Grundlinie schnell und flach liebt, aus dem Rhythmus brachte.

Machte zu viele Fehler: Der Tscheche Tomas Berdych. FOTO: GERRY WEBER OPEN/KET
Steht im Achtelfinale: Marcos Baghdatis aus Zypern. FOTO: GERRY WEBER OPEN/KET