26. GERRY WEBER OPEN vom 18. – 24. Juni 2018

Ticket Center 05201 8180 Mo. bis Fr. 9–18 und Sa. 9–13 Uhr

Interview mit Alexander Zverev

Können Sie ein bisschen erzählen, wie die Zeit nach den French Open ausgesehen hat? Waren Sie in Monte Carlo ein bisschen fischen, sich entspannen? Sie waren in s‘ Hertogenbosch?
Ja, leider habe ich schon am zweiten Tag von den French Open verloren. Deswegen hatte ich extra Zeit, mich für Rasen vorzubereiten. Ich war natürlich in Monte Carlo dann, habe Golf gespielt da, habe geangelt und solche Sachen gemacht, habe Zeit mit meinen Freunden verbracht und dann war ich auch schon in London und habe mich da für die Rasensaison vorbereitet. Ich habe mich so gut wie möglich vorbereitet, habe auch letzte Woche eigentlich ganz in Ordnung gespielt, habe gegen Gilles Muller verloren, der wirklich sehr sehr gut gespielt hat und manchmal muss man halt sagen, dass jemand einfach besser war als du, und ich denke, das war die perfekte Vorbereitung auf Halle.
Und der Rasenunterschied zu Rosmalen hier in Halle?
Der Rasen in Rosmalen wird von Wimbledon gemacht und es ist einer der besten Rasenplätze, auf dem ich je gespielt habe. Ich glaube, der ist genauso gut wie in Wimbledon, und hier ist er etwas anders. Hier ist er nicht schlechter, der ist einfach anders.
Sie haben ja gesagt, Sie würden sich nochmal zu Hamburg äußern. Haben Sie nochmal Kontakt zu Michael Stich gehabt in der letzten Woche? Haben Sie nochmal mit ihm gesprochen?
Nein, gesprochen nicht. Er hat auch nicht versucht, den Kontakt zu mir zu suchen oder irgendwie so was. Ich spiele dieses Jahr Hamburg nicht, obwohl es wirklich mein Lieblingsturnier ist auf der ganzen Tour. Es ist natürlich sehr schade für mich, dass ich Hamburg nicht spielen kann. Aber ich habe ein Ziel für diese Saison. Und mein Ziel ist es jetzt und ich werde es Euch jetzt auch sagen, mein Ziel ist es, in London zu spielen. Ich bin Nr. 5 im Race und wie man auch die letzten paar Jahr gesehen hat, jedes Mal, wenn ich von Wimbledon direkt auf Asche gegangen bin, habe ich in Hamburg erste Runde verloren und dann ist es immer schwer, wieder auf Hartplatzt zu gehen. Ich möchte mich einfach so gut wie möglich auf Hartplatz vorbereiten, um dort die Turniere gut zu spielen, um genügend Punkte zu bekommen, um dann in London auch aufzutreten.
Aber gibt es denn so etwas wie eine vertragliche Vereinbarung, dort zu spielen?
Nein, gab es nie. Ich habe nie etwas unterschrieben. Michael hat auch nie etwas unterschrieben. Deswegen woher das überhaupt gekommen ist, weiß ich nicht, um ehrlich zu sein. Da können Sie auch meinen Manager danach fragen. Aber einen Vertrag oder irgendwie so was gab es nie. Wenn es einen Vertrag gegeben hätte, würde ich auch spielen. Aber da es keine Vereinbarungen gab und keinen Vertrag gab, muss ich halt sehen, was für mich am besten ist und was für dieses Jahr und meine Zukunft auch am besten ist.
Roger Federer hat ja einen Lifetime-Contract hier in Halle. Er ist Ihr großes Vorbild. Können Sie sich vorstellen, so etwas auch für viele viele Jahre zu unterschreiben?
Ja, könnte ich mir sehr gut vorstellen, weil das auch eines meiner Lieblingsturniere ist. Dafür muss aber, glaube ich, Federer erst den Schläger aufhängen, was hoffentlich noch ein paar Jahre dauert für alle Tennisfans und für alle Tennisspieler, weil wir mögen ihn ja auch alle sehr gerne. Aber so weit bin ich noch nicht. Ich habe noch nicht genug gewonnen, um so was glaube ich zu unterschreiben und mit dem Turnier zu vereinbaren.
Wäre das ein Problem für Sie, sich langfristig zu binden?
Wenn das Turnier perfekt im Kalender liegt wie Halle auch ist, es ist eine Woche nach Paris und eine Woche vor Wimbledon, dann denke ich nicht.
Taugt Ihnen die ruhigere Atmosphäre Rosmalens, es ist sehr sehr locker, sehr entspannt, vor allem nach den drei sehr sehr hektischen Turnieren in Madrid, Rom und Paris, und hier ist es auch eine bisschen lockerere Atmosphäre, taugt Ihnen das?
Ich liebe das Turnier hier. Vor allem habe ich ein Zimmer, das direkt auf Platz 1 schaut, ich kann von meiner Terrasse alle Matches schauen. Es ist einfach so ein entspanntes Turnier, dass ich denke, dass sich alle Spieler wie zu Hause fühlen. Und ich denke, das ist auch sehr wichtig in einem Turnier.
Morgen steht das Spiel gegen Paolo Lorenzi an, noch kein Spiel bisher auf der Tour. Wie schätzen Sie ihn ein als Gegner?
Ich sage mal so, er ist mehr ein Sandplatzspieler denke ich, obwohl ich ihn nicht sehr gut kenne. Ich denke, ich werde meinen Bruder ein bisschen fragen. Er hat mit ihm auch ein paar Mal Doppel schon gespielt. Das wird eine interessante Partie und hoffentlich kann ich genauso gut spielen wie ich es jetzt auch im Training gemacht habe, dann denke ich klappt das auch.
Sie schniefen ein bisschen. Sind Sie erkältet?
Nein, ich habe Allergien bei dem Wetter. Letztes Jahr hat es hier nur geregnet und ich habe jedes Match unterm Dach gespielt, was für mich eigentlich perfekt ist. Jetzt scheint halt zwei Tage nur die Sonne, da habe ich ein bisschen Allergie, aber es ist nichts.
Es geht dieses Jahr in der Top-Ten-Ecke auch Richtung Wimbledon. Für Sie persönlich, haben Sie andere Ansprüche an sich Richtung Wimbledon zu gucken?
Ja, gut, erstmal ist hier das große Turnier und man muss sich hier darauf konzentrieren. Und natürlich, in Wimbledon gut zu spielen, ist für jeden Spieler ein großes Ziel. Ich denke, ich kann auf Rasen gut spielen und ich kann auch gute Matches gewinnen. Deswegen mal schauen, wie es da läuft und wie es hier auch läuft. Das wird ein paar interessante Wochen geben.
Wie speziell wäre ein Achtelfinale gegen Philipp? Sie haben ihn grade schon begrüßt.
Ich habe schon zwei Mal gegen ihn gespielt, einmal in München und einmal bei den US Open. Natürlich denke ich, für die Zuschauer wäre es etwas Besonderes, für uns beide wäre es etwas Besonderes. Wir haben immer Davis Cup zusammen gespielt. Aber ich muss morgen erstmal gewinnen und dann schauen wir weiter.
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