26. GERRY WEBER OPEN vom 18. – 24. Juni 2018

Ticket Center 05201 8180 Mo. bis Fr. 9–18 und Sa. 9–13 Uhr

Interview mit Alexander Zverev

Ist der Einstand so wie man sich den in das Turnier hier gewünscht hätte mit einer ordentlichen Leistung in zwei Sätzen, das Match hat nicht zu lange gedauert? War es ein gutes Reinkommen hier ins Turnier?
Ja, ich habe mich eigentlich ganz wohl gefühlt hier auf dem Platz, auch gut aufgeschlagen, gut returniert. Ich war eigentlich sehr überrascht, wie er gespielt hat. Er hat eigentlich relativ gut gespielt, von der Grundlinie wenig Fehler gemacht, gut returniert, gut aufgeschlagen und das, obwohl er noch Samstag oder Sonntag das Finale in Italien gespielt hat beim Challenger. Deswegen war ich eigentlich relativ zufrieden und dann morgen geht es weiter gegen Philipp.
Sie haben die ersten Rasenwochen jetzt hinter sich. Wie ist der Wechsel von Asche auf Rasen für Sie gelaufen?
War ganz gut. Wie ich gestern auch schon gesagt habe, weil ich in Paris nicht so erfolgreich war wie ich es mir gewünscht hätte, hatte ich etwas mehr Zeit, um mich auf Rasen vorzubereiten. Ich war in London, habe gut trainiert, habe viel Fitness auch gemacht und habe auch ein ganz ordentliches Turnier in s’Hertogenbosch gespielt. Deswegen fühle ich mich jetzt wohl auf dem Belag.
Was nehmen Sie aus Ihrem Spiel heute für das Achtelfinale mit?
Ja, gut, die spielen eigentlich nicht so verschieden. Haben beide eine bessere Vorhand, spielen beide lange Punkte, Philipp hatte vielleicht in den Jahren etwas mehr Erfolg auf Rasen, aber Paolo spielt jetzt das beste Tennis seines Lebens. Aber hoffentlich kann ich morgen genauso gut spielen, vielleicht noch etwas besser und dann werden wir sehen wie es ausschauen wird.
Hat es lange gedauert nach dem Aus in Paris das so wegzustecken oder konnten Sie da auch etwas Positives raus ziehen?
Positiv war schwer, aber mir fällt es immer leicht, negative Sachen wegzustecken, wenn ich direkt wieder zur Arbeit zurückkomme, direkt wieder ins Fitnessstudio gehe oder auf den Tennisplatz gehe, dann vergesse ich es ganz schnell und dann versuche ich wieder, mich weiterzuentwickeln. Ich glaube, das wichtigste beim Tennisspieler, bei jedem Tennisspieler bei erfolgreichen oder bei nicht so erfolgreichen ist es immer wichtig ein short term memory zu haben, egal ob du verloren hast, egal ob du gewonnen hast. Nach Rom musste ich auch wieder nach zwei Tagen direkt ins Training einsteigen, um mich so gut wie möglich für Paris vorzubereiten. Und nach Paris habe ich das selbe getan für den Rasen. Deswegen denke ich, dass das eine der wichtigsten Sachen auf der Tour ist.
Was taugt Ihnen auf Rasen besonders gut? Sie sind auf allen Belägen ziemlich gut, aber Sie sind ja auch einer der größeren Spieler, was taugt Ihnen also auf Rasen gut?
Es kommt ja auch immer darauf an, gegen wen du spielst. Wenn du gegen einen Karlovic spielst, dann sind das nicht so lange Punkte wie wenn man gegen Philipp oder Paolo spielst. Dann sind es denke ich etwas längere Punkte. Deswegen kommt es mehr auf den Spieler an als auf den Belag. Aber natürlich die härteren Schläge sind auf Rasen dann noch erfolgreicher als auf anderen Belägen, was natürlich für mich, der sehr groß ist und der teilweise auch hart spielt, sagen wir mal so, sehr sehr wichtig ist und auf erfolgreich.
Haben Sie sich ein Ziel gesetzt für dieses Turnier hier in Halle?
Nein, ich denke nicht. Ich möchte einfach so gut wie möglich spielen. Ich habe die nächste Runde einen schweren Gegner mit Philipp, der hier auch in den letzten paar Jahren sehr erfolgreich war. Deswegen muss ich Runde by Runde gehen, es wird nicht einfacher. Aber hoffentlich kann ich noch ein paar Matches hier gewinnen.
Ich würde es nie wagen, Ihren Volley zu kritisieren, aber mir kommt es nicht so vor als wäre es Ihr natürlichster Schlag? Den braucht man natürlich beim Rasentennis. Wie gehen Sie in so ein Match rein, sagen Sie sich, ich spiele ihn, um auch in die Zukunft zu investieren oder verlassen Sie sich lieber auf die Schläge von der Grundlinie?
Nein, ich stelle mir einfach vor, dass ich Mischa bin (lacht).
Weil Sie es grade ansprechen, er hat ja jetzt ein schweres Match vor sich. Können Sie ihm da ein paar Tipps geben oder tauschen Sie sich auch mal aus oder wie läuft das?
Ja, hoffentlich kann ich ihm ein paar Tipps geben, obwohl wie der Kollege auch schon gesagt hat, unser Spiel ist einfach so verschieden, dass man sich natürlich nicht so drauf einstellen kann, was ich gemacht habe letztes Jahr gegen Federer oder was er macht gegen Federer. Aber Roger muss auch noch gewinnen, er spielt gegen Sugita, was ich denke, was er schaffen wird. Aber dann wird es ein sehr interessantes Match gegen Roger für Mischa.
Wie sieht es denn mit dem Familienduell diese Woche aus? Gewichte heben? Wer kann mehr essen oder sonstiges?
Essen, Mischa (lacht). Da habe ich keine Chance. Aber auch nicht mal annähernd. Gewichte heben haben wir in London gemacht. Alles, was mit den Armen oder Brust zu tun hat, ist er auf jeden Fall stärker. Alles, was mit Beinen zu tun hat, bin ich stärker, was man nicht sieht, leider. Die Trainingssätze haben wir nicht viel gespielt, weil wir beide Samstag noch im Turnier waren.
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