26. GERRY WEBER OPEN vom 18. – 24. Juni 2018

Ticket Center 05201 8180 Mo. bis Fr. 9–18 und Sa. 9–13 Uhr

Interview mit Benjamin Becker

Was war Ihr Eindruck vom Match? Am Anfang hatte man das Gefühl, er überrollt Sie. Er selber hat gesagt, so gut wäre er gar nicht gewesen, sie hätten offenbar nervös angefangen?
Benjamin Becker: Ja, das stimmt schon. Ich habe für meine Verhältnisse ziemlich schlecht gespielt. Es ist keine Schande gegen Monfils zu verlieren, nur die Art und Weise ist sehr enttäuschend.
Der zweite Satz war ja gar nicht so schlecht oder?
Benjamin Becker: Er war auch nicht gut. Ich habe eigentlich die ganze Zeit gehofft, dass ich ins Spiel reinfinde, meinen Rhythmus finde, mein Spiel aufziehen kann. Das ist mir aber gar nicht gelungen. Im zweiten Satz, wo ich ein bisschen enger dran war, jedes Mal, wenn es wichtig war, habe ich den Ball völlig falsch getroffen, stand immer falsch zum Ball. Ich habe mich gar nicht in den Rhythmus reinspielen können. Das ist natürlich dann sehr frustrierend auf dem Platz.
Liegt das auch an Monfils, weil er eben so unkonventionell spielt, nicht die klassischen Rallies, sondern dann kommt eben der Vorhand Slice?
Benjamin Becker: Nicht unbedingt, weil ich habe ja nicht Fehler auf Vorhand Slice gemacht, sondern auf einfache Bälle. Deswegen finde ich nicht unbedingt, dass es heute an Monfils gelegen hat, sondern eher, dass ich aus irgendeinem Grund auf den Platz gegangen bin und viel schlechter gespielt habe als im Training.
Wie geht es weiter hinsichtlich auch auf die Wimbledonvorbereitung?
Benjamin Becker: Gut, von den Turnieren habe ich grade erfahren, dass ich im Doppel drin bin, weil einer abgesagt hat. Deswegen spiele ich jetzt hier noch Doppel. Nächste Woche s’Hertogenbosch, dann Wimbledon. Ansonsten muss ich mir ein paar Gedanken machen wie ich wieder auf dem Platz meine Leistung abrufen kann.
Mit wem spielen Sie Doppel?
Benjamin Becker: Gabashivili.
Wenn Sie so sagen „jetzt muss ich mir Gedanken machen, wie ich meine Leistung abrufen kann“, klingt das ein bisschen nach Krise im Moment? Empfinden Sie das so?
Benjamin Becker: Tennismäßig finde ich nicht. Ich habe das heute und in den letzten Wochen nicht so umsetzen können wie ich es mir vorgestellt habe. Das passiert Das ist nicht das erste Mal. Deswegen muss ich mir Gedanken machen, wie ich wieder besser ins Match starte. Ich habe jetzt immer in den ersten Sätzen in den letzten Matches verhalten gespielt, schlecht gespielt, immer ein frühes Break bekommen und vor allem hier auf Rasen ist das nicht förderlich. Deswegen muss ich jetzt versuchen, wieder in den Tritt zu kommen und so zu spielen, wie ich weiß, was ich kann, zeigen, was ich auf Rasen kann. Deswegen glaube ich, dass es auch irgendwann wieder kommt.
Ein Ausblick für Wimbledon oder ist das noch zu früh?
Benjamin Becker: Im Moment ist es schlecht zu sagen. Ich freue mich immer auf Wimbledon. Wimbledon ist würde ich sagen ist mein Lieblingsturnier in der Hinsicht, dass ich früher Wimbledon immer am ehesten verfolgt habe. Deswegen ist Wimbledon was Besonderes für mich. Ich habe dort öfter mal in der zweiten Runde gestanden, aber nie in der dritten. Das war immer Ziel von mir dort mal die dritte Runde zu erreichen. Wie gesagt, ich weiß, was ich kann, ich muss nur schauen, dass ich im Match wieder gutes Tennis zeige. Natürlich gehört auch ein bisschen Glück dazu. Ich werde jetzt weiter trainieren, im Doppel jetzt noch alles geben, nächste Woche in Holland spielen und dann mal schauen, was in Wimbledon passiert.
Sie spielen Babolat, richtig?
Benjamin Becker: Ja.
Haben Sie den neuen Schläger, den Hightech-Schläger mit dem Chip schon ausprobiert?
Benjamin Becker: Nein, habe ich noch nicht.
Dann können Sie auch nichts dazu sagen?
Benjamin Becker: Kann ich nichts zu sagen. Ich habe zwei Mal mit Babolat drüber gesprochen und Informationen bekommen, bevor das rausgegeben wurde, aber ich habe selber noch nichts getestet und habe keine Informationen, dass ich da irgendein Feedback geben kann.
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