27. NOVENTI OPEN  15. – 23. Juni 2019

TICKET CENTER 05201 81 80 Mo. bis Fr. 9–17 und Sa. 9–13 Uhr

Interview mit Dominic Thiem

Dominic, können Sie ein erstes Fazit nach dem Match ziehen? Zwei Matches auf Rasen, überwiegt die Zufriedenheit, dass es zwei waren oder doch die Enttäuschung?
Das ist sicher besser als eins, aber Sugita hat wirklich gut gespielt muss man sagen, sehr gut returniert und mir wenig Chancen gegeben, zu attackieren. Trotzdem bei mir haben ein paar Prozent gefehlt. Ich habe nicht gut returniert. Ein paar Prozent bei der Reaktion gefehlt dort und selber auch, ich habe zwar schnell und gut serviert, aber zu unplatziert einfach und er hat wirklich auch sehr gut returniert phasenweise, und wenn man sich auch die Statistiken anschaut, habe ich genau einen Breakball gehabt und ich war eigentlich die ganze Zeit am kämpfen, dass ich meine Aufschlaggames durchbringe. Von dem her war der Sieg für ihn komplett verdient.
Wie sieht der Fahrplan Richtung Wimbledon jetzt aus? Bleiben Sie noch ein bisschen hier oder wie geht es weiter?
Nein, ich fliege wahrscheinlich morgen nach Hause und dann vielleicht noch ein bisschen eine Pause, weil die war nicht so lang nach Paris und dann werde ich am Mittwoch nach Wimbledon fliegen und dort habe ich dann eh noch vier, fünf Tage Zeit zu trainieren.
Was war so schwierig an seinem Aufschlag?
Also ich habe heute sicherlich nicht gut returniert, aber trotzdem hat er auch mit 200, 205 an die Linien serviert, d. h. er hat wirklich ganz gut serviert heute, und das in der Kombination mit dem, dass ich eben eher schlechter returniert habe heute, hat es so schwer gemacht, dass ich die Aufschläge von ihm ins Spiel bringe, und wenn ich sie ins Spiel gebracht habe, dann meistens zu kurz, zu langsam, dass er sofort in der Offensive war. Also, vor allem in seinen Aufschlaggames habe ich ganz ganz selten nur das Heft in der Hand gehabt.
Lässt Sie die Niederlage an Ihren Rasenqualitäten zweifeln?
Nein, das nicht. Ich habe letztes Jahr da auch genauso gespielt wie heuer und dann in Wimbledon gut gespielt. Natürlich wäre ich viel lieber weiter gekommen, das ist ganz klar, aber zweifeln lässt mich das nicht. Auf Rasen, also ich habe das eh auch schon vor dem Turnier gesagt, ist alles einfach viel näher zusammen und wenn man keinen guten Tag erwischt so wie heute, kann ich nicht wie auf Sand, mich hinten einbuddeln und laufen und vielleicht was rausfighten. Das geht auf dem Belag nicht und deshalb, wenn ich nicht ganz 100 Prozent spiele so wie heute, dann geht das Match verloren.
Haben Sie das Gefühl, dass das Niveau in diesem Jahr weit höher ist als im letzten Jahr?
Also die Spieler entwickeln sich alle weiter. Wir trainieren das ganze Jahr. Also das ist klar, dass das Gesamtniveau immer höher wird. Aber generell ist es trotzdem ziemlich ähnlich wie letztes Jahr. Wir arbeiten alle das ganze Jahr, dass wir besser werden und das sieht man auch ein bisschen.
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