28. GRASS COURT OPEN HALLE 13. – 21. Juni 2020

TICKET CENTER 05201 81 80 Mo. bis Fr. 10–17 und Sa. 10–13 Uhr

Interview mit Philipp Kohlschreiber

Irgendwie mal das Gefühl gehabt, in den Rhythmus zu kommen oder war das von Anfang an nicht richtig drin?
Rasen ist glaube ich immer ein bisschen … Rasen ist natürlich immer nicht der größte Rhythmusbelag. Ich glaube, dass Steve Johnson sehr gut aufgeschlagen hat, sehr druckvoll agiert hat. Ich habe sicherlich nicht meinen besten Tag von den Schlägen vielleicht gehabt, aber wie gesagt, mein Gegner hat wenig anbrennen lassen und seine Chancen auch eiskalt genutzt und so kommt dann auch ein so deutliches Ergebnis zustande.
Die Rasensaison ist jetzt so ein bisschen enttäuschend auf Deutsch gesagt?
Ja, ist bis jetzt dünn mit zwei Niederlagen, ja, kann man so sagen.
Wie geht es weiter nächste Woche?
Pause und dann Wimbledon und dann ist ja auch schon wieder vorbei. Schauen wir mal, dass wir es in Wimbledon ein bisschen besser gestalten.
Zwei Mal jetzt erste Rund verloren, Sie sind 35, denken Sie dann daran, wie lange es jetzt noch weiter geht mit Ihrer Karriere?
Ich mache mir da jetzt keine Gedanken, ob das …. Also das hat nichts mit den Niederlagen zu tun. Ich glaube, dass ich dann aufhöre, wenn ich keine Lust mehr habe. Es gibt immer mal wieder Phasen, wo man vielleicht zu oft verliert, aber ich mache mir jetzt darüber wirklich noch gar keine Gedanken.
Jetzt hat es hier ja ein bisschen mit dem Hauptsponsor einen kleinen Break gegeben. Inwiefern wird das bei Ihnen in den Spielerkreisen auch diskutiert, dass so ein Turnier vielleicht auch auf der Kippe steht?
Also mit mir hat keiner darüber gesprochen von den anderen Spielern und ich glaube auch, dass das im Ausland nicht sehr viel wirklich wahrgenommen wird. Ich weiß gar nicht, ob viele Spieler das wissen, wie es vielleicht um die Firma davor eben steht. Deswegen kann ich die Frage eigentlich nur … also mit mir hat keiner gesprochen.
Sie haben Wimbledon gerade schon angesprochen, Sie sind jetzt zwei Mal in der ersten Runde ausgeschieden. Worauf legen Sie jetzt vielleicht Wert in Hinblick auf England, auf das Turnier, wo Sie vielleicht etwas verändern, damit es dann doch deutlich erfolgreicher wird dort?
Natürlich muss ich mich steigern, muss mehr Konstanz in mein Spiel bringen. Ich bin mit einigen Sachen nicht zufrieden, aber wie gesagt, jetzt habe ich jetzt fast zwei Wochen Zeit, also genau in zwei Wochen geht es los am Montag. Das ist genügend Zeit, um kurz durchzuatmen und dann fleißig zu sein. Mehr kann ich momentan nicht machen. Ich glaube, dass man alles im Vorfeld tun kann jetzt in den zwei Wochen und das werde ich auch machen und dann mit der bestmöglichsten Vorbereitung dahin gehen und dann schaut man einfach. Erfolg kann man jetzt in dem Sinne nur ein bisschen hingeben den Weg, aber man kann es nicht garantieren. Also ich kann nur sagen, dass ich fleißig sein werde und Gas geben in den nächsten zwei Wochen.
Sieben Ihrer acht Turniersiege waren in Deutschland und Kitzbühel, wo Sie wohnen. Schmerzt eine Niederlage in Deutschland doppelt?
Klar, verliere ich nicht gerne daheim, verlieren tue ich nie gerne, aber vielleicht ist es hier immer extra schade, aber wie gesagt, ich bin momentan vielleicht nicht in der Verfassung, wirklich die Matches dann auch zu gewinnen, habe einfach ein paar Problemchen in meinem Spiel, wo ich jetzt selber nicht zufrieden bin, und jetzt geht es einfach darum, das fleißig wegzutrainieren. Ich habe ja noch mal die Chance in Hamburg und Kitzbühel bei zwei Heimturnieren noch mal das ein bisschen ins bessere dieses Jahr drehen zu können, bei meinen sage ich mal, mit Lieblingsturnieren erfolgreich zu spielen und vielleicht schaffe ich es ja noch.
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